Kuriose kleine grüne Punkte…

Demnächst werden sie überall auftauchen. Kleine grüne Punkte oder Spots, wie man mittlerweile sagt. Was hat es damit auf sich? Die Leute in Böblingen und Umgebung werden es erleben, ebenso wie unsere Mallorca-Camp Teilnehmer. Alles anderen TRIAkademie-Fans dürfen gerne einen persönlichen Spot bei uns anfordern 😉

Die Spots machen Euch auf jeden Fall fit!

Mehr könnt Ihr nach und nach auf der trimmspot-Site lesen.

„Aquajogging ist doch nicht so uncool“ oder „Gibt es bereits River Running?“

Einige von Euch haben bestimmt schon von meinem Knie-(un-)fall gehört. Vor ca. 5 Wochen mussten mir 60% des Innenmeniskus entfernt werden. Des Weiteren warf mich ein Innenbandteilabriss zusätzlich zurück. Nun ja, erstmal war das nicht leicht zu akzeptieren, aber ich möchte Euch nichts vorweinen und auch kein Genesungsbericht schreiben. Dazu ist das alles viel zu unbedeutend. Aber es hat mich in meinen Überlegungen, wie ich das Comeback, besonders im Laufen, gestalte zu einigen neuen Ideen gebracht: Um die Belastung auf das Kniegelenk zu reduzieren, hab ich Aquajogging für mich entdeckt. Mutig bin ich also heute Morgen mit Aquajogging-Gürtel ins Hallenbad geschlichen und hab das nach der 30minütigen Schwimmeinheit (klappt wieder ganz gut) ausprobiert.

Aquajogging ist nicht nur Reha- und Gesundheitssport, sondern durchaus auch für ambitionierte Läufer ein sinnvolles Training. Es belastet die „Orthopädie“ wenig, trainiert aber effektiv die Muskulatur (zum Teil andere Gruppen als das „normale“ Joggen). Einige   Weltklasse-Athleten nutzen die durchaus ernstzunehmende Sportart als Ergänzung  für Ihr Training.

Ich fand es fürs Knie sehr angenehm (beim Joggen zwickt es z.Z. immer noch ein wenig, was aber völlig normal ist). Im Nachhinein war es auch recht anstrengend. Langweilig war es nicht, vermutlich weil es noch neu für mich ist.

Ich hab mir auch schon interessante Möglichkeiten ausgedacht: Wie wäre es im Sommer, angelehnt an das zurzeit boomende SwimRun ein RiverRunning durchzuführen: 500m Aquajogging im Fluss mit Strömung, rausklettern und 500m zurücklaufen (z.B. als intensives Intervall). Hört sich crazy aber cool an, oder?

Also, wenn Ihr im Sommer einen Verrückten mit Aquajogging-Gürtel im Neckar treiben seht, dann könnte ich das sein…falls nicht…ist vermutlich dann schon der nächste Ausdauersport-Trend entstanden.

Im Beitragsbild seht Ihr übrigens das lädierte/genesende Knie.

 

Yesss – TRIAkademie Shop in Windeseile umgezogen!

Weil unser Shop-Anbieter sich auf Support-Anfragen nicht meldet (sehr kundenfreundlich), haben wir uns kurzerhand entschlossen, selbst nochmal an die Programmiermaschine zu setzten und einen eigenen Shop hier auf unserer selbst gehosteten Website zu implementieren.

Den alten Shop könnt Ihr noch erreichen und auch buchen, es geht nichts verloren, nur können wir ihn z.Z. nicht mehr administrieren.

Ein paar Abläufe ändern sich, aber im Prinzip ist das nicht viel.  Die Rechnungen z.B. senden wir Euch in Zukunft zu, bislang konntet Ihr sie downloaden.

Falls Ihr irgendwelche Schwierigkeiten habt, helfen wir Euch gerne durch den Bestellvorgang.

Hier könnt Ihr Probleme melden, Feedback geben oder Infos anfordern:

Hallenqual Saison mit RSG Böblingen gestartet

Am gestrigen Donnerstag fand bereits die zweite Hallenqual 2016/17 statt. Der Coach hatte brandneue Sportgeräte dabei und so wurden wie man im Video sehen kann Koordination und Motorik trainiert. Dazu kommen zahlreiche Kraft und Flexibilitätsübungen, die wöchentlich wechseln. Im Frühjahr 2017 werden die Athleten des RSG Böblingen Triathlon Teams  dann körperlich fit in die neue Saison gehen können.

Programm des TRICamps steht!

Für unser Einsteiger-/Umsteiger-TRICamp vom 21. bis 23. Oktober haben wir nun folgendes Programm für Euch zusammengestellt:

Freitag
17:00 17:30 Come  Together Praxis wirbelwind
17:30 18:00 Intro Praxis wirbelwind
18:00 19:00 Athletik Praxis wirbelwind
19:00 19:45 Theorie: Schwimmen Praxis wirbelwind
19:45 21:30 Theorie: Trainingsplanung Praxis wirbelwind
Samstag
07:00 08:00 Frühstück Praxis wirbelwind
08:00 09:30 Theorie: Radfahren/Laufen Praxis wirbelwind
09:30 11:00 Laufen Praxis wirbelwind
11:00 12:00 Mittagessen Praxis wirbelwind
12:00 15:00 Radfahren Praxis wirbelwind
15:00 16:30 Schwimmen Murkenbach Hallenbad
16:30 18:30 Theorie: Mentale Aspekte, Motivation, etc. Vereinsheim
Sonntag
07:00 08:30 Schwimmen Murkenbach Hallenbad
08:30 09:30 Frühstück Vereinsheim
09:30 11:30 Koppel-und Wechseltraining Vereinsheim
11:30 13:00 Abschlussbesprechung Vereinsheim

Das Programm kann sich noch geringfügig ändern. Es wird beim Schwimmen und Laufen Videoanalysen geben. Das Material bekommt Ihr im Anschluss an das Camp. Die Theorie werden wir auch als Print-Handout mitgeben. Was benötigt Ihr:

  • Schwimmsachen: Brille, Badekleidung, Badeschlappen, Handtuch, ggfs. Badekappe
  • Laufbekleidung und Schuhe: bitte an die herbstliche Witterung anpassen.
  • Rennrad, Triathlonrad, MTB, Crossbike, Fitnessbike, etc.: Es ist völlig egal, was Ihr fahrt.
  • Radbekleidung: bitte hier auch alle Eventualitäten bedenken
  • Bequeme Sportkleidung für die Athletikeinheit
  • Schreibutensilien
  • Duschsachen

Falls wir irgendwelches Material (z.B. Laufschuhe) beurteilen sollen, bitte einfach mitbringen.

Weitere Infos bitte bei training@triakademie.de anfordern.

Sensationeller 4. Platz bei der Sindelfinger Stadtwerke Team Challenge für unser Team

Als unser Trainer Herzlos die Ausschreibung zur ersten Team Challenge der Sindelfinger Stadtwerke las, war die Idee schon geboren: Zusammen mit der BBG (Böblinger Bau Gesellschaft) Sportlern, die jeden Freitag in den Räumen unseres Partners Praxis wirbelwind einen TRIAkademie Stabiflex Kurs belegen, sollte dafür ein Team gebildet werden. Die Idee stieß auf große Begeisterung und somit gingen am vergangenen Mittwoch folgende fünf Athleten an den Start: Steffen Zimmermann, Bernd Hämmerle, Markus Spenger (alle BBG), Harald Freitag und Torsten Völkel (beide TRIAkademie). Die Ziele waren unterschiedlich und lagen zwischen „Bloß nicht Letzter“ und „Vordere Hälfte wäre schön“.

Von den 5 Teammitgliedern starteten pro Disziplin und Abend immer drei aktiv. Wobei man unter bestimmte Umständen teilweise auch während des Wettkampfs auswechseln konnte.

Schon am ersten Abend beim Swim & Fun Run im Sindelfinger Freibad ging es gut los. Bei dieser Disziplin musste geschwommen und gerutscht werden, ein Aquatrack musste überwunden werden, eine Slackline überquert und dazwischen gelaufen werden . Der Endspurt musste per Aquajogging zurückgelegt werden. Nach erfolgreichem Vorlauf (Platz 2 bedeutete Finalteilnahme und somit schon mal vordere Hälfte), erreichte man im Finale Platz 4. Damit waren alle Beteiligten vollauf zufrieden und stolz. Zum Einsatz kamen  Harald,  Markus, Bernd  und Torsten.

Steffen, Harald und Torsten nahmen am zweiten Tag dann die Herausforderung Tauziehen an. Hier wurde erst ein Gruppensieger ausgezogen und dann ging es in vier Finalrunden um die Platzierungen 1 bis 16. Mit der Feuerwehr Sindelfingen hatte man direkt im ersten Match den späteren Sieger als Gegner. Nach toller Gegenwehr musste man sich jedoch „über den Tisch ziehen“ lassen. In der Runde um Platz 5 kam dann nochmal Los Pech hinzu und so wurde das Team „nur“ 7, obwohl einige potentiell schwächere Team besser platziert waren, aber so ist das nun mal und  es sollte sich auch später ausgleichen. Nach diesem Tag lag man auf Platz 5.

Am Freitagabend wurde Beach Volleyball gespielt. Mit Go Big hatte unser Team um Bernd, Steffen, Markus und Harald den Tabellenführer in der Gruppe. Das Team trumpfte groß auf und lies Go Big keine Chance. So wurde nach weiteren Siegen die finalrunde erreicht. Im Halbfinale sah es lange nach einem Erfolg aus, ehe man sich quasi selbst schlug und ins „kleine Finale“ beförderte. Dieses wurde im Herzschlagverfahren gegen den Chaostrupp gewonnen. Der Punkte stand ging ständig um einen Punkt hin und her. Dritter Platz – ein kleines Wunder!

Beim Parcours Running am Samstag auf dem Sindelfinger Marktplatz  stand man nun unter Druck durch den aktuellen Platz 4. Diesen galt es zu verteidigen oder sogar Platz 3 anzugreifen. Dazu mussten Steffen, Bernd und Torsten sich in einer starken Vorlaufgruppe (ausgelost) mindestens auf Platz 4 einfinden. Es galt zunächst unter einem Hindernis durch zu krabbeln, einen Slalom per Bobbycar zu absolvieren.  Dann kamen ein Mauersprung und ein Airtrack, bevor es in ein Hüpfburg-Labyrinth ging. Lange sah es gut aus, durch einen leichten Irrweg im Labyrinth konnte Steffen auf Torsten als Schlussläufer auf Platz 6 übergeben. Platz 4 war jedoch noch möglich und so wurde aus Torsten Mr. Adrenalin und er konnte die Finalteilnahme  in einem höllischen Tempo noch sichern. Ziel erreicht: Vordere Hälfte. Harald kam dann im Finallauf für Steffen ins Team. Lange war Platz 3 dabei möglich, aber dazu hätte es nochmal eine ähnliche Energieleistung wie im Vorlauf gebraucht. Dazu war man schon zu sehr angeschlagen. So wurde es Platz 5 – Gesamtplatz 4 war abgesichert.

Beim abschließenden Staffeltriathlon traten Harald (Schwimmen), Bernd (Rad) und Markus (Laufen) an. Die Konkurrenz hatte starkes Material und gute Athleten am Start, es sollte ein hartes Stück Arbeit werden. „5 Freunde gegen Sifi“ lagen mit 80 Punkten Vorsprung auf Platz 3, da schien unrealistisch, „Primero Team Stadtwerke“ lag mit 20 Punkten Rückstand auf Platz 5 und „EDAG2“ mit nur 40 Punkten Rückstand auf Platz 6. Dieses Team hatte jedoch einen überragenden Radfahrer am Start, so dass „EDAG2“ vorbeizog. Harald wechselte nach gutem Schwimmen im vorderen Feld auf Bernd, der als 8. nach dem Radfahren (stark, mit MTB!!!) auf Markus übergab. Der lief wie von der Tarantel gestochen los und überholte ein Team nach dem anderen uns finishte unter großem Jubel auf Platz 4. Der Held des Tages! Da „5 Freunde gegen Sifi“  sich viel weiter hinten platzierten, konnten man sie doch noch einholen, somit zog „EDAG2“ zwar vorbei auf Platz 3 aber man teilte sich mit den „5 Freunden…“ den vierten Platz. – FANTASTISCH

Randnotiz: Torsten startete beim Triathlon als Einzelstarter und erreichte Platz 5 in der AK M40.

Noch lange nach dem Finish feierte man den Erfolg und schwor sich, dieses Team auf 2017 wieder am den Start zu bringen. Es hat sich eine super Moral entwickelt und man war sich sicher: „5 Freunde erreichen den 4. Platz!“

Die Team Challenge wurde perfekt und in familiärer Athmosphäre  vom Event Service Stahl geplant und organisiert. Einen großen Dank dafür!

Ergebnisse findet Ihr hier.

Team TRIAkademie/BBG vor dem abschließenden Triathlon bei der Team Challenge auf Platz 4

Nach Swim&Fun Run (Platz 4), Tauziehen (Platz 7), Beach Volleyball (Platz 3!) und Parcours Running (Platz 5) belegt unser Team um Harald Freitag, Steffen Zimmermann, Bernd Hämmerle, Markus Spengler und „Trainer Herzlos“ Torsten Völkel einen hervorragenden und nie erwarteten 4. Platz in der Gesamtwertung. Drückt unseren Helden beim abschließenden Sprint-Staffel-Triathlon die Daumen, dass Platz 4 gesichert werden kann. Mit ganz viel Tempo und ein wenig Glück ist sogar der dritte Platz noch drin – man darf ja träumen.

Es starten Harald (Swim), Bernd (Bike) und Markus (Run). Torsten nimmt als Einzelstarter den kompletten Triathlon in Angriff.

Nach der Energieleistung beim gestrigen Parcours Running (Mr. Adrenalin ;-)) wird es sicher hart heute.

Die Bildergallerie zeigen ein paar erste Eindrücke, später mehr…

TRIAkademie und BBG starten als Team bei der Sindelfinger Team Challenge 

Die Zusammenarbeit ergab sich schon 2014. Die BBG suchte nach einen Partner für präventiven Sport. Da standen wirbelwind und TRIAkademie parat und überzeugten mit dem gemeinsamen Konzept. Seitdem trainieren 7 BBGler stets Freitags bei Trainer Herzlos oder einem kompetenten Stellvertreter aus Kreisen der Praxis wirbelwind. Ab heute Abend stellen sich drei BBGler und zwei TRIAkademie Coaches der Team Challenge der Sindelfinger Stadtwerke.
Die fünftägige Wettkampfserie startet heute ab 17:30h im Freibad in Sindelfingen mit einem Swim & Fun Run. Kommt doch vorbei. Es wird bestimmt lustig. 

Wir werden weiter berichten.

Outdoor Kurs am 22.08.2016 entfällt wegen Urlaub des Coaches

Ein Coach hat auch mal Urlaub. So ist es am 22. August. Der Outdoor Kurs geht am 29.08.2016 mit neuer Energie weiter in den Sommer-Endspurt.

Showdown in Alpe d’Huez

Michael Klose vom RSG Böblingen Triathlon Team und ich (starte ja auch für die RSG) wollten es wissen: Dort wo die Tour de France Ihre epischsten Momente hatte und mit 21 Kehren die längste Serpentinenstrecke Europas in den Berg gebaut wurde, traten wir am 28. Juli zum wohl härtesten Mitteldistanz-Triathlon an.

2,2km waren zunächst im Lac du Vernay bei 16°C kaltem Wasser zu schwimmen. Allerdings ist dieses Wasser so klar, wie selten ein anderes Triathlon-Gewässer. Gespeist von Gletscher- und Gebirgswasser ist der See normalerweise fürs Aktivitäten aller Artgesperrt, da er als Stausee vom Sponsor EDF zur Stromerzeugung genutzt wird.  Nach der Gewöhnung an die 16°C war das Ganze auch gut auszuhalten. Endlich mal freier Blick auf die Füße der Schwimmer vor einem, um den Wasserschatten optimal zu halten. Es lief gut und es hat mir sogar ansatzweise Spaß gemacht. Micha hingegen hatte schon beim Schwimmen mit Krämpfen zu kämpfen, was sich leider den ganzen Tag fortsetzen sollte. Nach etwas weniger als 50 Minuten waren wir wieder an Land und auf dem Weg zu unseren Fahrrädern.

Micha war etwas schneller als ich und bereits halb umgezogen. Aber eben nur halb… er hatte sich entschieden sein Top erst nach dem Schwimmen anzuziehen aber dann war es nicht mehr auffindbar. Unsere Vermutung: Michas Rad schien umgestoßen worden zu sein, mit ihm das Top. Dabei ist es wohl irgendwie unter die Räder gekommen. Was tun? Micha hatte nur seine Regenjacke, aber bei strahlendem Sonnenschein und über 20°C ? -Unmöglich! Da kommt plötzlich der Gedankenblitz von meiner Frau Ramona: Sie zieht sich schnell ihr schwarzes Trägertop aus und wirft es Micha zu. Der zieht es doppelt falsch an, aber egal, es kann weitergehen.  Kurios, aber Hauptsache, das Rennen kann fortgesetzt werden. Solche Geschichten schreibt nur der Triathlon. Micha hat nach eigener Aussage noch nie so viele Blicke und Pfiffe beim Rennen auf sich gezogen.

Die ersten Kilometer liefen leicht abschüssig. Ich schaute auf meinen Wattmesser und richtete die optimale Geschwindigkeit ein und fing direkt an zu überholen. Es lief super und ich dachte: „Das wir mein Tag“. Dann passierte es… Das Rennen verlief hier bei vollem Verkehr. Wir fuhren auf einem Radweg. Der endete jedoch nun kurz vor einer Rechtkurve auf eine Brücke. Aufgrund der Situation fuhr ich den Fahrer, den ich gerade überholen wollte in die Windschattenbox und überholte etwas knapper als erlaubt. Das sah ein Wettkampfrichter und prompt hagelte es eine schwarze Karte (5 Minuten Penalty). Die anschließende Diskussion änderte natürlich auch nichts. Plötzlich bemerkte ich, dass mir die Tränen in die Augen schossen. Ich als Verfechter des Durchgreifens gegen Drafting bekam eine Zeitstrafe. In Deutschland rügt sowas keiner und von Fingerspitzengefühl hielten die französischen Wettkampfrichter nun mal gar nichts (sorry, hab lange überlegt, ob ich das öffentlich posten soll, aber da waren noch mehr kuriose Verwarnungen, die ich beobachten konnte).

Es dauerte bis zum ersten Anstieg, dem Col de la Morte/Alpe du Grand Serre bis ich wieder mental auf Kurs war. Der Anstieg war etwa 15km lang bei ca. 1000 Höhenmetern. Der Berg ließ sich sehr gut fahren, mit einem Blick auf den Wattmesser vermied ich, Körner zu verlieren, jedoch wurde ich besonders im unteren Bereich von zahlreichen Fahrern überholt. Ich wunderte mich, erinnerte mich aber daran, Geduld haben zu müssen. Und so war es auch, die meisten dieser Akteure habe ich später irgendwo mit mehr oder weniger Problemen wiedergetroffen. So kam ich auf der Alpe du Grand Serre an und war noch recht frisch. Nach kurzer Verpflegung ging es bergab bevor wir den mit 200hm recht moderaten Anstieg zum Col du Malissol bezwingen mussten. Die Beine waren nach wie vor frisch, jedoch meldete sich der untere Rücken. die Lendenmuskeln machten Probleme. Was ich aber durch Positionswechel einigermaßen in den Griff bekam. Naja, irgendwas ist immer!

Micha war stets etwa 5 Minuten hinter mir, es lief auch noch bei ihm.

Danach ging es weiter bergab, bevor der zähe Anstieg zum Col d’Ornon begann. Zäh, weil es hier gilt etwa 700hm auf 20km zu überwinden. Oft sieht man die Steigung nicht, aber sie ist da. Ein Kampf gegen den inneren Schweinehund. Den ich allerdings auch gewann und so ging es in eine lange Abfahrt nach Bourg d’Oisans. Hier wurde sich noch einmal verpflegt und der Rücken gedehnt ehe es nach Alpe d’Huez ging.  Die ersten Kilometer (bis etwa La Garde) sind mit 10-12% Steigung brutal. Besonders weil der Berg komplett in der brütenden Sonne stand. An jeder Verpflegungsstation galt: absteigen, Rücken dehnen, eine Flasche Wasser in mich rein, eine Flasche Wasser über den Kopf.

Irgendwie hatte sich das Bild nun gedreht, ich überholte ununterbrochen. Meine Taktik war aufgegangen, ein Hoch dem Wattmesssystem! Was nicht heißen sollte, dass ich keine Körner gelassen hatte. Ich denke so ein 120km Ritt mit 3000hm geht an keinem Athleten spurlos vorbei.

Oben angekommen, hielt ich kurz bei meinen Supportern Ramona, Ulli und Linus an und klatschte ab. Soviel Zeit muss sein!

Nach dem Wechsel musste ich dann die 5 Minuten Zeitstrafe absitzen, was mir nochmal Zeit zum Dehnen und Entspannen gab, also nicht so wirklich schlimm.

Micha hatte einige Minuten im Anstieg verloren und kam leidend in Alpe d’Huez an, kämpfte aber bravourös weiter.

Der Lauf hatte es mit 22km, verteilt auf drei Runden mit jeweils 150 Höhenmetern nochmal in sich. Ich machte bewusste Gehpausen an den Verpflegungsstellen und einer recht steilen Stelle, konnte aber ansonsten überwiegend laufen. Dabei waren zahlreiche durchtrainierte Athleten gezwungen zu wandern. Etwa 80 von über 800 Athleten kamen nicht ins Ziel, eine hohe DNF-Quote. Anders als vor 8 Jahren, wo ich an gleicher Stelle ein DNF hatte, kam diesmal nicht der Ansatz an Zweifeln auf. Somit lief ich die 22km geduldig zu Ende, Linus durfte noch ein kleines Stückchen mitlaufen und ich erreichte  nach knapp über 9h überglücklich und sehr zufrieden das Ziel.

Micha musste hart fürs Finish kämpfen, immer wieder traten bei ihm Krämpfe auf, aber etwa 40 Minuten nach mir erreichte er immer noch mit einer sehr guten Zeit das Ziel.

Nach ein paar regenerativen Stunden ließen wir es uns nicht nehmen in der Hotelbar auf diesen schönen, harten, kuriosen, emotionsgeladenen, bergigen, sonnigen Tag anzustoßen.

Fazit: Wahnsinn, was man mit etwa 7,5 h Training im Wochenschnitt erreichen kann, wenn man effizient trainiert. Auch das schlechte, von Krankheiten durchzogene Frühjahr war vergessen. Ich bin sehr stolz und glücklich über diese Leistung und hoffe, mein Coach ist es auch 😉 Mit Ulli und Micha hat es sehr viel Spaß gemacht und meine Familie ist absolut Spitze: Vielen Dank Ramona und Linus für die super Unterstützung. Sie war die Basis für meine Leistung. Zu wissen, dass Ihr auf mich wartet, hat alles Schmerzen erträglich werden lassen.

Ach ja, die Ergebnisse findet Ihr hier.

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